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Kuba
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12.01.12 10:49
Barbi_Barbi 
Re: Kuba

@taft, wo habt ihr gebucht?

LG
Barbi

12.01.12 21:38
lolo 

Re: Kuba

So ich stell mich hier mal zur Steinigung hin.

Ich habe vor einigen Jahren für drei Monate in Kuba gelebt und hab vom Universitätsprofessor bis zum armen Bauern alles kennengelernt. Meine Eltern sind politische Flüchtlinge aus einem ehemals kommunistischen Land und ich hatte vor Kuba eine Ahnung was es bedeutet in einer Diktatur zu leben. Nachdem ich dort gelebt habe muss ich sagen, dass ich es nicht vertreten könnte, dort als Tourist hinzufahren. Klar gibt es viele armen Länder und klar bringt Tourismus Geld und somit auch Entwicklung, aber man sollte sich einfach vor Augen führen, dass die Menschen in Kuba von der Regierung im Land eingesperrt werden und teilweise unter schlimmen Umständen leben. Auf Varadero wohnen die Angestellten der Hotels in verlotterten Plattenbauten weit weg von den Traumstränden, welche mit einem hohen Gitter umgeben sind das am abend abgeschlossen wird, damit die Einheimischen nicht raus können, meine Nachbarin war eine Kinderärztin die sich prostituierte damit sie ihre Kinder ernähren kann und als damals Che Guevaras Knochen nach Kuba zurückgeführt wurden hab ich erlebt, wie das Militär und der Geheimdienst die Menschen aus den Häusern holte, damit sie sich fürs Fernsehen hinstellen und Che`s Überresten zujubeln.

Das Geld, das in den Tourismus fliesst geht direkt an die Regierung und ist die hauptsächliche Geldquelle der Diktatur. Die Kubaner sind ein wunderbares, sehr stolzes und gebildetes Volk, das unter einer schrecklichen Diktatur leidet. Es gibt bis heute schreckliche Gefängnisse, wo Dissidenten vor sich hin vegetieren, nur weil sie für die Meinungsfreiheit einstehen.

Wer mehr zum anderen Kuba wissen will lese "bevor es Nacht wird" von Renaldo Arenas oder schaue sich den Film an.

Ich will hier wirklich niemandem zu nahe treten, ich wollte nur ein bisschen für die Menschen dort einstehen, denn sie sind wirklich einzigartig und sie hätten es verdient, dass sie in Würde und Freiheit leben können.

So und jetzt steinigt mich wenn ihr wollt.

13.01.12 07:47
livipivi

nicht registriert

Re: Kuba

Hey lolo

also ich wüsste nicht wieso dich jemand steinigen soll- ich denke schlussendlich muss es jeder selber mit seinem Gewissen vereinbaren können - aber wichtig ist das man sich mit so einem Land auseinander setzt und sich vorinformiert- so das man solche Dinge die du da erzählst überhaupt weiss und dann anhanden von dem Entscheiden kann- will ich doch noch gehen.

Ich muss sagen, Kuba hätte ich auch gerne mal gesehen (wie so vieles- bin noch nicht all zu weit rumgekommen) aber ich habe mich bis dato auch noch nicht intensiv damit beschäftigt- was ich immer tu bevor ein Reiseziel ausgewählt wird

Ich versteh dich lolo und finde es auch hammer gibt es Menschen wie dich die sich noch so viele GEdanken um andere machen- das ist heute leider selten.

Hand in Hand... ein Leben lang, seit dem 07.05.2011

13.01.12 08:52
nimbini 

Re: Kuba

@lolo, danke für deinen bericht! ich war auch schon einige male auf kuba und habe einheimische kennengelernt, habe ihr zu hause gesehen, ihre familie kennengelernt, gesehen, wie sie leben, gehört, was sie verdienen! von einem kubanischen freund von mir die schwester ist ärztin und hat studiert, sie verdient aber weniger als mein freund, der in einem 5*-hotel kellner ist, das ist schon krass! und es ist wirklich tragisch, dass die menschen dort quasi auf ihrer insel eingesperrt sind und bestraft werden, wenn sie versuchen, das land zu verlassen (oder wenn sie es schaffen)....

nichtsdestotrotz finde ich es extrem wichtig, dass die touristen nach kuba reisen und das geld so ins land bringen, denn ohne tourismus gäbe es in kuba noch viele ärmere menschen, all diese, die in den hotels arbeiten, als reiseführer oder in den zigarrenfabriken..... der tourismus ist und bleibt die stärkste einnahmequelle des landes und sollte diese wegfallen, sind die menschen leider noch ärmer dran, als sie es jetzt schon sind!

lg nimbini

13.01.12 09:00
angiyves 

Re: Kuba

lolo:
So ich stell mich hier mal zur Steinigung hin.

Ich habe vor einigen Jahren für drei Monate in Kuba gelebt und hab vom Universitätsprofessor bis zum armen Bauern alles kennengelernt. Meine Eltern sind politische Flüchtlinge aus einem ehemals kommunistischen Land und ich hatte vor Kuba eine Ahnung was es bedeutet in einer Diktatur zu leben. Nachdem ich dort gelebt habe muss ich sagen, dass ich es nicht vertreten könnte, dort als Tourist hinzufahren. Klar gibt es viele armen Länder und klar bringt Tourismus Geld und somit auch Entwicklung, aber man sollte sich einfach vor Augen führen, dass die Menschen in Kuba von der Regierung im Land eingesperrt werden und teilweise unter schlimmen Umständen leben. Auf Varadero wohnen die Angestellten der Hotels in verlotterten Plattenbauten weit weg von den Traumstränden, welche mit einem hohen Gitter umgeben sind das am abend abgeschlossen wird, damit die Einheimischen nicht raus können, meine Nachbarin war eine Kinderärztin die sich prostituierte damit sie ihre Kinder ernähren kann und als damals Che Guevaras Knochen nach Kuba zurückgeführt wurden hab ich erlebt, wie das Militär und der Geheimdienst die Menschen aus den Häusern holte, damit sie sich fürs Fernsehen hinstellen und Che`s Überresten zujubeln.

Das Geld, das in den Tourismus fliesst geht direkt an die Regierung und ist die hauptsächliche Geldquelle der Diktatur. Die Kubaner sind ein wunderbares, sehr stolzes und gebildetes Volk, das unter einer schrecklichen Diktatur leidet. Es gibt bis heute schreckliche Gefängnisse, wo Dissidenten vor sich hin vegetieren, nur weil sie für die Meinungsfreiheit einstehen.

Wer mehr zum anderen Kuba wissen will lese "bevor es Nacht wird" von Renaldo Arenas oder schaue sich den Film an.

Ich will hier wirklich niemandem zu nahe treten, ich wollte nur ein bisschen für die Menschen dort einstehen, denn sie sind wirklich einzigartig und sie hätten es verdient, dass sie in Würde und Freiheit leben können.

So und jetzt steinigt mich wenn ihr wollt.

Boah, das ist ja mal eine harte und eindrückliche Lektüre so früh am Morgen! Ich weiss nicht sehr viel über Kuba (nur was wir im GS-Unterricht hatten). Ich danke Dir fürs teilen!

Liebe Grüsse

Angi <3 Yves , am 14.8.2012 ist es endlich soweit!

13.01.12 09:22
dia

nicht registriert

Re: Kuba

Ich bin voll nimbinis Meinung! Wenn keine touristen nach Kuba gehen, woher nehmen sie sonst das Geld? Ich bin auch schon viel in Kuba rumgereist und habe auch Einheimische kennengelernt und bei ihnen übernachtet. Kubaner sind wirklich sehr stolze Menschen und sind auch stolz auf ihr Land! Beklagen über das Regime getraut sich keiner.
Ich denke ehrlich gesagt nicht viel drüber nach, wenn ich in die Ferien gehe, ob ich jetzt denen als Tourist schade, oder gut tue... In jedem Land gibt seine schwarzen Flecken!
Meint ihr auf den Malediven ist der Strand immer so schön sauber und weiss wie auf den Fotos?? Nein! Da ist jemand angestellet, wo jeden morgen früh der Strand putzt. Diese Einheimischen leben auch nicht in einer super tollen Strandhütte wie du als Tourist!
Oder in Bali/Indonesien, gibt es einen Retortenstadt nur für die Touristen (Nusa Dua) wenn du da reinfährst, untersucht man das Auto mit einem Metalredektor wie am Flughafen...
Ich finde es gut, dass du uns das erzählt hast lolo, aber jedes Land hat sein Schandfleck, und man sollte es wegen dem nicht meiden! Jenachdem schadet man dem Land nur noch mehr!

Lg, dia

....unser Traumtag war am 21.5.2011...

13.01.12 10:00
lolo 

Re: Kuba

Ich bin bedingt durch mein Studium sehr viel gereist und mir ist wohl bewusst, dass jedes Land seine Schattenseiten hat. Ich habe auch nicht geschrieben, dass man es deswegen nicht besuchen soll.

Aber in Kuba legt man der Diktatur das Geld direkt in die Hände, weil sie seit des Ausrufung der periodo especial 1991 ihr ganzes Augenmerk auf den Tourismus gelegt hat, da dieser die letzte Geldquelle für sie darstellt, um das Regime zu finanzieren. Und das Argument, dass man den Menschen mit dem Geld als Tourist hilft, finde ich im Fall von Kuba einfach nicht richtig, sondern eher ein Beruhigen des eigenen schlechten Gewissens. Niemand würde zurzeit Urlaub in Nordkorea machen, wenns dort jedoch so aussehen würde wie in Kuba, dann würden wohl viele eben dieses Argument bringen.

Und was hilft es Dir zum Beispiel als Kubanerin, wenn Du Dir von dem Geld, dass Du in einem Hotel verdienst, schöne Kleider kaufen kannst, wenn das Gesundheitssystem so darnieder liegt, dass Du im Falle einer Geburt eines kranken oder behinderten Babys dieses im Spital zurücklässt, damit dieses getötet wird? Würde und Freiheit sollten unantastbar sein, stellt euch doch mal vor ohne sie zu leben.

Würde der Tourismus nicht so brummen, wäre das Regime schon längst gefallen. Das ist einfach Fakt.

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