Das erste eigene Haus

Ist die Hochzeit erst einmal gemeistert, wagen sich viele Paare an die nächste grosse Herausforderung: das eigene Haus. Der Kauf oder Bau eines solchen ist mit sehr grossen Investition verbunden. Deshalb sollten sich Paare vorher gut überlegen, wonach sie suchen und was sie dafür ausgeben möchten.
Zunächst sollten Sie Ihre finanzielle Lage klären. Die gemeinsamen Finanzen sind bei so manchem Paar ein heikles Thema. Je nachdem, wie offen Sie bei diesem Thema miteinander umgehen, können Sie klären, wie viel Geld jeder in das Haus investieren möchte und auch kann. Danach können Sie gemeinsam überlegen, welches Haus eigentlich am besten zu Ihren Vorstellungen passt. Sprechen Sie in Ruhe über Ihre Wünsche, schliesslich ist das neue Eigenheim das Fundament für ein langes Zusammenleben. Heute ist man in der komfortablen Situation, dass man zwischen ganz verschiedenen Eigenheimtypen wählen kann. Jede Variante hat ihre besonderen Vor- und Nachteile:
Reihenfamilienhaus
Das Reihenfamilienhaus ist recht günstig, weil es weniger Land benötigt. Zudem können Heizsysteme und ähnliches mit den Nachbarn gemeinsam genutzt und die Kosten dafür geteilt werden. Dafür muss man aber gut mit seinen Nachbarn auskommen, wer möchte schon dauernd Streit und Zank an der Haustür und am Gartenzaun? Beim Reihenfamilienhaus haben Sie meist weniger Gartenfläche und kaum Freiheiten bei der Gestaltung des Grundrisses und der umliegenden Fläche.
Doppelhaushälfte
Die eigene Doppelhaushälfte bietet dem Liebesglück schon mehr Freiheiten und auch viel mehr Platz. Auch hier profitieren Sie von gemeinsam genutzten Systemen und sparen eine Menge Unterhaltskosten. Allerdings sind Sie auch hier eng an einen Nachbar gebunden. Da sie sich ein Haus mit einer bestimmten Nachbarsfamilie auf lange Zeit teilen, sollten Sie sich gut mit ihr verstehen.
Freistehendes Haus
Absolute Unabhängigkeit und viel Freiraum bietet nur das freistehende Einfamilienhaus. Sie verfügen ganz allein über Grundstück sowie Haus und können Ihre Ideen zum Bau oder Umbau so realisieren, dass sie perfekt zu Ihren Ansprüchen passen. Das kostet natürlich auch mehr Geld, zumal der Landkauf sehr teuer ist. Für ein durchschnittliches Haus mit Grundstück brauchen Sie circa 400 Quadratmeter Land. Je nach Lage kostet der Quadratmeter zwischen CHF 350 und CHF 2'000. Schweizer Bauland ist knapp, deshalb kommt es vor allem in den schönsten Lagen im Bezirk Zug oder in der Romandie (Genf und Nyon) zu sehr teuren Grundstücks- und Hauspreisen. In Randregionen wie zB. in Pruntrut, Blenio oder Leventina hingegen lassen sich noch immer sehr günstige Grundstücke finden.
Schauen Sie sich genau um
Analysieren Sie vor dem Hauskauf die Lage auf dem Immobilienmarkt. Kaufen Sie niemals die erstbeste Immobilie, sondern sehen Sie sich erst einige Angebote an, bevor Sie zugreifen. Oft ist das Eheglück am Anfang so gross, dass jedes potenzielle Eigenheim als das perfekte Liebesnest erscheint. Beim Vergleich mehrerer Objekte wird Ihnen schnell auffallen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Häuser haben. Prüfen Sie auch mehrere Angebote bei den Banken. Oft gibt es für dasselbe Produkt verschiedene Offerten.

Mit der richtigen Hypothek können Sie einiges an Sparpotenzial ausschöpfen. Im Internet können Sie beispielsweise hier mit dem Hypothekenrechner einen guten ersten Überblick zu den Finanzierungsmöglichkeiten erhalten. Die meisten Paare finanzieren ihr Heim via Hypothek, denn die Zinsen sind momentan niedrig und man muss nur 20 Prozent des Haus- und Grundstückspreises sofort aufwenden. 10 Prozent davon können sogar aus der beruflichen Vorsorge stammen.

Denken Sie immer daran: In einem Haus, das zu Ihren Wünschen und Ihrer Finanzlage perfekt passt, werden Sie am glücklichsten.
Quelle: ZVG