Verliebt, verlobt, Familie

Natürlich ist die Reihenfolge seit Generationen damit verbunden, dass Paare zuerst verheiratet sind, bevor sie sich an die Familienplanung machen. In den vergangenen Jahrhunderten wurden die Kinder, die ausserhalb einer Ehe gezeugt wurden als Kegel bezeichnet. In allen grossen Städten gab es Häuser, in denen die Frauen, die nicht verheiratet waren, ihre Kinder gebären. Es war aber auch so, dass auch Paare nicht verheiratet waren, weil sie es sich schlicht nicht leisten konnten.
Vor einigen Jahren galt die Begründung, ein Kind zu erwarten, als Rechtfertigung für eine Hochzeit. Damals empfand die Gesellschaft die Geburt eines Kindes, welches vor der Eheschliessung geschah als Skandal. Vor einigen Jahren war es noch oft so, dass Paare nur diese Tatsache als Möglichkeit oder als Grund für eine Hochzeit angaben.
Noch heute ist es so, dass Kinder die ausserhalb einer Ehe geboren werden z.B. nicht den Namen des Vaters tragen dürfen oder rechtlich nicht gleichermassen abgesichert sind. Dies gilt aber vor allem für die Eltern. Die Rechten und Pflichten sind nicht geregelt und müssen alle separat notariell besprochen und definiert werden. Entscheiden sich die Eltern nach der Geburt zu heiraten müssen auch verschiedenste Papiere und auch eine Namensänderung beantragen werden.
Oftmals bevorzugen werdende Eltern die Option, noch vor der Geburt eine standesamtliche Heirat vorzunehmen und die zeremonielle Trauung erst später durchzuführen. Dies einerseits, weil sehr viele Veränderungen bereits auf das Paar warten, und andererseits die Bräute lieber in einem schönen weissen Kleid ohne Bauch heiraten möchten.
In der Altersstruktur sind es oftmals eher ältere Paare, die sich für diesen Weg entscheiden. Da hier meistens der Fall ist, dass die Heirat nicht aus einem Wunsch nach Familie erfolgt, sondern aus dem Wunsch zusammen alt zu werden. Das Kind ist meistens der Überraschungsfaktor, den man nicht erwartet hat. Eher jüngere Paare stellen die Hochzeit als Start in eine gemeinsame Zukunft und vor allem in eine zukünftige Familie vor.
In der heutigen Zeit in der alle Möglichkeiten offen stehen, gehen auch immer mehr junge Leute zurück, mit Intimitäten bis nach der Hochzeit zu warten. Die Zeugung eines Kindes wird hiermit auf die Voraussetzung einer Ehe verbunden. Dies wird heute nicht mehr als Zwang, sondern als bewusste Wahl vorgenommen.
Die Geburt eines Kindes und die anschliessende Veränderung sind für ein Paar sehr einschneidend. Eine Hochzeit im ersten Jahr nach der Geburt ist für ein Paar eine riesige Anstrengung, den die Frau benötigt mindestens nochmals neun Monate bis sicher der eigene Körper sich wieder so anfühlt wie vor der Geburt. Zudem ist die Anstrengung durch das Stillen und das nächtliche Aufstehen sehr gross. Empfehlenswert ist es, sich nach der Geburt ein halb bis zwei Jahre Zeit zu lassen. Wobei eine standesamtliche Hochzeit vor der Niederkunft sicherlich empfehlenswert ist.
Viele Paare definieren eine zeremonielle Hochzeit als die richtige Hochzeit. Somit ist die standesamtliche Trauung nur ein rechtlicher Akt. Für diese Paare ist es ganz wichtig, dass sie sich auch vor ihren Familien, Freunde und Bekannte das Ja-Wort geben und somit eine Familie und eine Gemeinschaft sind.
Ein wenig aus der Mode ist die Trauung mit Taufe gekommen. Hier ist wichtig, dass das Paar für sich selber entscheidet, ob dieser Tag ihnen gehören soll, oder ob sie dieses mit dem Täufling teilen möchten. Es muss beachtet werden, dass die Zeremonie mindestens eine halbe Stunde länger dauert. Auch wenn die Erwachsenen immer das Gefühl haben, dass das Kind dann schon schlafen wird, merkt auch es die Anspannung, die in der Luft hängt. Somit wird auch das Kind eine Nervosität und Unruhe haben, die eine Zeremonie nicht nur beleben, sondern auch merklich stören kann.
Zu empfehlen ist, die Taufe am Anfang der Zeremonie zu machen. Gehören die Paten auch zur engeren Familie, so ist ihnen nicht die weitere Obhut während der Zeremonie zu überlassen, sondern soll eine Bekannte oder Baby-Sitterin für die Betreuung des Kindes beauftragt werden. Der Ablauf soll so gestaltet werden, dass beides einen Beginn, ein Zwischenteil und ein Ende hat.
In den Drucksachen, wie auch in der Zusammenstellung des Tages, muss beiden Ereignissen Rechung getragen werden.
Wichtig ist es für Paare, die bereits ein Kind haben, dieses in die Feier miteinzubeziehen, aber für die Betreuung vorbestimmte Personen zu beauftragen, die dem Kind ein Rückzugsort ermöglichen, und das Brautpaar seinen Tag auch unabhängig des Kindes geniessen kann.
Auch sollte bei der Zeremonie noch in der Stillphase bedacht werden. Das Kleid soll so geschnitten sein, dass ein schnelles Ausziehen und wieder Anziehen möglich ist. Mütter, die Stillen, können nicht über längere Zeit ohne stillen sein, da sich die Brust anschwillt und schmerzt.
Wann ist er richtige Zeitpunkt ein Kleid zu kaufen? Vor der Geburt ist es fast unmöglich, ein passendes Kleid zu wählen, denn der Bauch würde jede Anprobe behindern. Die Figur kehrt nicht gleich wieder in die ursprünglichen Masse zurück. Nach der Geburt dauert es bestimmt fast nochmals zehn Monate, bis der Körper das Wunschgewicht zurückgewinnt. Crash Diäten, wie Heidi Klum oder Claudia Schiffer es taten, sind völlig ungesund und nicht empfehlenswert.
Zum Glück erlaubt es uns die heutige Gesellschaft selber zu entscheiden, wann der richtige Moment für eine Hochzeit bzw. für die Geburt gekommen ist. Die Gesellschaft diskriminiert heute die Paare nicht mehr, die sich vor der Hochzeit bereits für ein Kind entscheiden bzw. für die Paare, die erst nach der Geburt die Hochzeit vornehmen.
Wie Sie selber Klarheit schaffen:

  • Als Paar Entscheidung treffen, was die eigenen Wünsche für Kinder bzw. für die Ehe sind
  • Zukünftige Eltern müssen sich genau über Rechte und Pflichten bei den Zivilstandsämter erkundigen
  • Sich nach der Geburt Zeit lassen für ein grosses Fest
  • Wahl des Brautkleides erst, wenn definitives Wunschgewicht erreicht wurde
  • Keine Crash-Diäten
  • Taufe und Trauung gemeinsam bedeutet auch der Tag wird geteilt
Bericht: CP
Messen und Events
SA / SO
11./12. März 2017
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