Was dein ist, ist auch mein! Immer?

Die Liebe ist gross, doch die Liebe zum Geld ist es auch. Deshalb ist das Thema Geld in vielen Beziehungen ein Dauerthema, an dem sich die Gemüter entzünden. Deshalb sollten Sie – am Besten schon vor der Hochzeit – klären, wie Sie es mit dem lieben Geld denn halten wollen.
In Amerika geht man mit der Frage des Verdienstes deutlich offener um – es ist völlig natürlich, dass man zu Beginn einer Bekanntschaft gleich fragt, wie viel der andere denn so im Jahr verdient. Diese unbefangene Neugier ist in Europa weitgehend unbekannt, und oft wissen nicht einmal die engsten Vertrauten, ja sogar der Partner nicht genau, wie es um die Vermögensverhältnisse bestellt ist.
Klarheit auch im Bereich der Finanzen
Und so teilen viele Paare zwar die intimsten Träume, aber über dem Bereich der Finanzen liegt der Mantel des Schweigens. Das ist auch in Ordnung so, wenn beide Partner sich darüber einig sind, dass sie diesen Bereich des Lebens weiterhin getrennt gestalten möchten. Dazu bedarf es allerdings einer eindeutigen Klärung.

So unromantisch Ihnen das Thema erscheinen mag, Sie sollten auf jeden Fall besprechen, wie Sie es handhaben möchten. Ob Sie beide sich dabei für Offenheit oder Verschwiegenheit entscheiden, ist unwichtig – Sie sollten nur eine gemeinsame Basis finden, wie Sie damit umgehen möchten.

Ein, zwei oder drei Bankkonten?
Sie haben in der Beziehung grundsätzlich drei Möglichkeiten, wie Sie mit Ihrem Geld umgehen möchten.

Ein gemeinsames Bankkonto
Bei einem gemeinsamen Bankkonto ist es mit den finanziellen Heimlichkeiten vorbei. Jeder Partner kann genau sehen, wer was verdient und wofür Geld ausgegeben wird. Diese Form eignet sich sicher dann gut, wenn Ihnen starke Unterschiede im Verdienst gleichgültig sind oder wenn ein Partner sich auf den Beruf, der andere hingegen auf die Familie, den Haushalt und die Kinder konzentriert. So kann auch dieser Partner gleichberechtigt auf die Geldmittel zugreifen und muss sich nicht in die Rolle eines Bittstellers begeben.

Zwei getrennte Bankkonten
Sind beide Partner berufstätig und verdienen womöglich unterschiedlich viel, so können zwei getrennte Bankkonten nützlich sein. Das ist besonders dann zu empfehlen, wenn einer der Partner selbstständig ist und Sie aus Gründen der Haftung den Zugriff auf das Vermögen des Ehepartners limitieren möchten. In diesem Zusammenhang sollten Sie sich auch bezüglich eines Ehevertrages beraten lassen. Sie müssten dann nur regeln, wie Sie die Begleichung der laufenden Kosten organisieren möchten – die Miete vom einen Konto, die Versicherungen vom anderen etc.

Drei Bankkonten
Diese Variante bietet sich an, wenn beide Partner ein sehr unterschiedliches Ausgabeverhalten haben, welches der andere nicht so gut nachvollziehen kann. Wenn Sie für eine Eintrittskarte zu einem Sportereignis ein Vermögen ausgeben (was Ihre Partnerin nicht verstehen kann) und Ihre Partnerin mehrere Hundert Euro für ein Paar Schuhe ausgibt (was Sie nicht verstehen können), so ersticken Sie mit einem jeweils eigenen Bankkonto jede unfruchtbare Diskussion im Keim. Mit seinem Privatgeld kann dann jeder machen, was er oder sie möchte, und der gemeinsame Lebensunterhalt wird von dem dritten gemeinsamen Konto bestritten.
Sinnvoll: Beratung durch einen Profi
Gerade bei etwas verzwickten Verhältnissen wie der Selbstständigkeit, dem Vorhandensein von Kindern aus erster Ehe, grossen Unterschieden bei der Vermögenslage oder anderen komplizierten Sachlagen empfiehlt es sich, sich durch einen Anwalt oder Steuerberater beraten zu lassen, wie man den finanziellen Bereich am Besten gestaltet. So können Themen transparent geregelt werden, die ansonsten einmal zu einem unendlichen Quell des Streits und des Ärgers führen könnten.

Wichtig dabei ist, dass Sie Ihre Emotionen ein wenig unter Kontrolle behalten. Es ist kein Zeichen mangelnder Liebe, wenn der Partner seine Finanzen für sich behalten möchte – der Umgang mit Geld hat auch sehr viel mit Veranlagung, Erziehung und früheren Erfahrungen zu tun. Akzeptieren Sie es also, wenn Ihr Partner eine andere Meinung als Sie vertritt, und suchen Sie nach einer Lösung, die für beide akzeptabel ist.
Bericht: IB
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